Die Liste der NS-Täter mit Stuttgart-Bezug ist lang. Mit Ausnahme von Ferdinand Porsche sind fast alle in diesem Buch vorgestellten Männer nahezu unbekannt. Es sind Richter, Ärzte, Unternehmer, Gemeinderäte, Gestapo-Leute, KZ-Aufseher oder Denunzianten. Viele von ihnen waren nicht nur lokal bedeutsam, sondern auch reichsweit oder in den von Deutschland besetzten Gebieten.

383 Seiten, 48 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Verlag Hermann G. Abmayr, Stuttgart

Medienecho

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„Die Autorinnen und Autoren arbeiten an der entscheidenden Stelle: Wo der Einzelne zum Täter wird, also oft mehr getan hat als das, wozu ihn die berühmt-berüchtigten Umstände unmittelbar zwangen. Sie fragen, warum er das tat, wie er davon profitierte und wie er und die Behörden danach mit seinem Tun während der Diktatur umgegangen sind..“
Wolfgang Storz in der Schweizer Wochenzeitung woz, 1. September 2011

„Das Buch plädiert für einen weiten Täterbegriff und porträtiert deshalb auch Männer wie Paul Binder, die der NSDAP nicht angehörten. Der Filmemacher und Journalist Hermann G. Abmayr beschreibt erstmals den wichtigsten Arisierungsmanager der Nazis. Der Banker und Wirtschaftsprüfer Paul Binder gehörte später als CDU-Politiker zu den 'Vätern des Grundgesetzes'.“
Klaus-Peter Löwen, Antifaschistisches Info-Blatt, 89, 2010

„Auffallend ist, dass viele der vorgestellten NS-Täter nach 1945 unbehelligt blieben und sogar weiter beruflich Karriere machen konnten. Der Stuttgarter Finanzfachmann Paul Binder etwa, der an der 'Arisierung' jüdischer Geschäfte beteiligt war, wurde für die CDU in den Landtag von Württemberg-Hohenzollern gewählt und von diesem Gremium in den Parlamentarischen Rat geschickt, zur Ausarbeitung des Grundgesetzes.“
Michaela Weber, Schwäbische Heimat, 2010/4

„Von Alfred Breuningers Vergangenheit habe ich selbst auch erst aus dem jüngst erschienenen Buch über Nazitäter in Stuttgart erfahren.“
Breuninger-Chef van Agtmael im Interview mit Joachim Dorfs, Michael Heller und Achim Wörner, Stuttgarter Zeitung, 2. Oktober 2010

„Lesenswert ebenfalls das Nachwort von Peter Grohmann: Die Vergangenheit wirkt fort; nach wie vor ist es wichtig, dass wir uns für sie interessieren und aus ihr lernen. Die Lektüre des Buches wird nachhaltig empfohlen “
Dr. med. Siegmund Drexler, Hessisches Ärzteblatt 10/2010

„Der durchgängig biographische Ansatz ist hervorragend dafür geeignet, historische Laien und vor allem auch junge Menschen an dieses Thema heranzuführen..“
Zdenek Zofka, „Der Bürger im Staat“ 2/2010, eine Zeitschrift der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

„Das Buch ist ein Meilenstein in der Regionalen Geschichtsschreibung. Es kann und sollte für andere Städte Anlass zu eigenen Recherchen sein.“
Gabriele Prein, Informationen (des Studienkreises Deutscher Widerstand), Nr. 71, Mai 2010

„Akribische Recherche.“
Grundstein, Mai, 2010

„Ein Buch in dieser Form auch für andere Städte wäre wünschenswert. Leider fehlen die Frauen als Täterinnen.“
Titus Lenk, trottwar, Mai 2010

„Das Schweigen über die Stuttgarter Täter zu brechen und einen weiteren Teil deutscher NS-Geschichte aufzuarbeiten, ist eine Intention des Buches. Darüber hinaus soll es, so der gemeinsame Tenor der Autoren, Warnung sein und ein Aufruf zur Achtsamkeit. Schliesslich könne man, so Peter Grohmann in seinem Nachwort, nicht nur den «Altvorderen mangelnde Zivilcourage, fehlenden Mut, fehlenden Widerspruchsgeist» vorwerfen, man müsse auch den Blick auf das Jetzt und Heute lenken. Hinschauen statt Wegschauen, Sprechen statt Schweigen. Das ist es, was das Buch die Leser lehren möchte.“
Uta Kanis-Seyfried, Schweizerische Ärztezeitung, Nr. 18, 2010

„Das jüngst von engagierten Bürgern in Stuttgart herausgegebene Buch über NS-Täter zeige eindrucksvoll, dass es über die Herrschaftsausübung staatlicher Stellen in Württemberg und Baden noch sehr viele weiße Flecken in der Forschungslandschaft gebe, so Nils Schmid, der Fraktionsvize der SPD im Landtag. 'Gerade die Forschung über die Täter lässt im Land noch sehr zu wünschen übrig'.“
Schwäbisches Tagblatt, 23. April 2010

„In diesen Tagen ist das Hörbuch 'Stuttgarter NS-Täter – vom Mitläufer zum Massenmörder' herausgekommen. Am 4. Oktober 2010 wurde dieses Buch, das seither viel Aufsehen erregt, im Stuttgarter Schauspiel öffentlich präsentiert, die Schauspieler Gabriele Hintermaier und Boris Burgstaller haben daraus einige Kapitel vorgelesen.“
Thomas Borgmann, Stuttgarter Zeitung, 6. April 2010

„In einem NS-Dokumentationszentrum in der Landeshauptstadt Stuttgart muss nach Ansicht der SPD auch das Weiterwirken herausgehobener NS-Größen aus dem Südwesten – führender Exekutoren des NS-Unrechts – nach 1945 in der Landesverwaltung weiter erforscht und für Besucherinnen und Besucher einprägsam aufbereitet werden, wie dies beispielhaft und ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis in dem engagierten Buch 'Stuttgarter NS-Täter' begonnen wurde.“
Aus einem Antrag der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg zur Errichtung eines Errichtung eines NS-Dokumentationszentrums, Drucksache 14/6082, 24. März 2010

„Willem van Agtmael, der Chef des Kaufhaus-Konzerns Breuninger, wies den Vorhalt zurück, er und das Haus Breuninger hätten zu den Verstrickungen des früheren Inhabers Alfred Breuninger während der Nazizeit bis heute geschwiegen. Wörtlich sagte Agtmael: 'Die Ausführungen, die vergangenen Herbst in dem Buch Stuttgarter NS-Täter erschienen sind, waren uns bis dahin unbekannt.' Gemeinsame mit Helga Breuninger, der Vorsitzenden der Breuninger-Stiftung, habe man damals das Erscheinen des Buches und die Nachforschungen begrüßt.“
Thomas Braun, Stuttgarter Zeitung, 5. März 2010

„Einige Texte eröffnen neue Perspektiven, manche schöpfen nur aus vorhandener Literatur. Wo auch immer es um eher unscheinbare Figuren geht, wo Autoren 'Mikro-Geschichten' aufrollen, wird die stickig-dumpfe Atmosphäre im Paterre des NS-Staats fast greifbar. Erhellend auch die oft gut recherchierten Nachrichten über die skandalös schmucken Nachkriegskarrieren vieler Schreibtischtäter.“
Christian Marquart, Kultur, März 2010

„Die Autoren stellen jedoch nicht nur das Agieren der Täter dar, sondern gehen auch der Frage nach, was nach der Niederschlagung des Faschismus aus ihnen wurde. Beispiel Paul Binder (1902–1981): Er leitete ab 1937 die »Zentralstelle für Arisierung« bei der Dresdner Bank, machte sich 1941 als Wirtschaftsprüfer selbständig und erstellte Gutachten für die Ostindustrie GmbH, ein Unternehmen der SS. Nach 1945 wurde er CDU-Mitglied und arbeitete im Parlamentarischen Rat am Grundgesetz mit. 1964 erfolgte die Ernennung zum »Wirtschaftsweisen«. Binder starb hochgeehrt, ohne dass er sich jemals rechtfertigen musste.“
Jonas Pohle, Junge Welt, 4. Januar 2010

„Hermann Cuhorst konnte fast übergangslos von seiner herausragenden Stellung als gefürchteter Nazi-Richter in die Anonymität einer bürgerlichen Existenz hinübergleiten und lebte bis zu seinem Tode 1991 in seiner Villa in Kressbronn am Bodensee. Seine Tochter überlegt sich zur Zeit wohl, gegen das Buch 'Stuttgarter NS-Täter' juristisch vorzugehen. Das wäre nicht das erste Mal. Schon 1989, als der SWF eine Fernseh-Dokumentation über ihren Vater drehte, protestierte sie gegen die Einschätzung, ihr Vater sei ein Nazi-Richter gewesen. Noch heute ist sie der Meinung, er habe nur dem Vaterland gedient und seine Pflicht getan.“
Holger Reile, SeeMoz, 22. Dezember 2009

„Das umstrittene Buch über die 'Stuttgarter NS-Täter' ist wieder im Buchhandel erhältlich. Das hat der mit dem Vertrieb betraute Stuttgarter Schmetterling Verlag gestern mitgeteilt. Zur Begründung erklärte ein Verlagssprecher, die von ihm unterzeichnete, mit einer Frist versehene Unterlassungserklärung sei gestern abgelaufen. Zuvor habe der Anwalt Volker Lempp, der gegen die Einstufung seines Großvaters Karl Lempp als NS-Täter kämpft, auf die Verlängerung der Frist verzichtet, sich jedoch weitere rechtliche Schritte gegen das Buch vorbehalten.“
Thomas Borgmann, Stuttgarter Zeitung, 16. Dezember 2009

„Das Buch ist auch ein wichtiger Beitrag zur Wirtschafts- und Kriminalgeschichte der Nazi-Zeit.“
Klaus-Peter Löwen, LP21, Nr. 8, Dezember 2009

„Die Verhandlung vor dem Stuttgarter Landgericht gegen das vor wenigen Wochen erschienene Buch 'Stuttgarter NS-Täter - Vom Mitläufer bis zum Massenmörder' ist am Donnerstag in letzter Minute geplatzt. Der Stuttgarter Rechtsanwalt Volker Lempp, dessen Großvater Karl Lempp in dem Buch als mitverantwortlich für die Sterilisierung von Behinderten und für die sogenannte Kindereuthanasie eingestuft wird, hatte seinen Antrag auf einstweilige Verfügung am Mittwochabend zurückgezogen. Er begründete seinen Schritt so: 'Ich habe diesen Antrag aus rein formalen Gründen zurückgezogen - die einstweilige Verfügung war offenkundig zu spät eingereicht. Ich behalte mir aber eine Klage in der Hauptsache vor. Aus meiner Sicht ist mein Großvater unschuldig'.“
Thomas Borgmann, Stuttgarter Zeitung, 11. Dezember 2009

„'Die ganze Geschichte hat sich ziemlich aufgeheizt', sagt Volker Lempp, 'es war in den vergangenen Tagen eine interessante Erfahrung, wie man von außen unter Druck geraten kann.' Er habe nichts gegen Aufklärung oder das Buch an sich, man werde aber sofort als Nazi abgestempelt, wenn man einen Toten in Schutz nehme, so der Jurist. Der Stuttgarter Schmetterling-Verlag, in dem das Buch erscheint, hat die Auslieferung vorsichtshalber eingestellt. Daran werde sich auch in den nächsten Tagen nichts ändern, so Sprecher Jörg Hunger. Abmayr selbst dagegen vertreibt das Buch nach wie vor.“
Jürgen Bock, Stuttgarter Nachrichten, 11. Dezember 2009

„Das Buch, in dem 40 Täter-Biografien aufgeführt sind, ist im Buchhandel noch nicht wieder erhältlich. Der Stuttgarter Schmetterling Verlag, der das Buch als Lizenzausgabe exklusiv im Buchhandel vertreibt, lässt gerade prüfen, ob er es wieder ausliefern und Volker Lempp auf Schadensersatz verklagen kann.“
Elke Hauptmann, Esslinger Zeitung, 11. Dezember 2009

„Der Autor des Kapitels, Karl-Horst Marquart, zitiert zahlreiche historische Dokumente. Unter anderem beruft er sich auf eine Analyse der Totenscheine von 506 Kindern, die zwischen Januar 1943 und April 1945 im Stuttgarter Kinderkrankenhaus starben. Nach Meinung von Volker Lempp habe der Autor aber wichtige Quellen außer Acht gelassen: So sei Karl Lempp 1947 in einem Spruchkammerverfahren nur als "Mitläufer" des NS-Regimes eingestuft worden, an Euthanasie soll er nicht mitgewirkt haben.“
Südwestpresse, 11. Dezember 2009

„Im Buch 'Stuttgarter NS-Täter' werden die Verantwortlichen genannt, auch wenn sie als so genannte Schreibtischtäter nie juristisch belangt wurden.“
Martina Klein, SWR4, 10. Dezember 2009

„Rechtsanwalt Volker Lempp erhielt gestern Abend durch die Anwälte (Waldeman Gamer von der Knazlei Wenzel, Löffler, Sedelmeier) der Beklagten (Hermann G. Abmayr und Karl-Horst Marquart) umfangreiche Post. Mit der 12 seitigen Erwiderung und der ergänzenden 15 seitigen Anlage belegen die Verteidiger, dass ‘Dr. Lempp federführend in das Zwangssterilisationsverfahren im hiesigen Raum involviert war’. Betraut mit der Besorgung des in der Euthanasie bevorzugt verwendeten Medikamentes ‘Luminal’ war die Assistentin Karl Lempps, Dr. Schütte. Sie und der ‘an höchster Stelle angesiedelte Medizinalbeamte’ Prof. Dr. Eugen Stähle, der das Euthanasieprogramm in Baden - Württemberg organisierte und sich ‘mithin in der Rolle des Vorgesetzten von Dr. Lempp’ befand, waren auch die ‘Entlastungszeugen’ für Dr. Lempp während dessen Entnazifizierungsprozesses. Für Enkel Volker Lempp war das Urteil in dem Spruchkammerverfahren von 1947 jedoch entscheidend.“
Thomas Trueten, stattWeb, 10. Dezember 2009

„Das Buch 'Stuttgarter NS-Täter' wird nicht verboten. Der Enkel eines Mannes, der im Buch als NS-Täter bezeichnet wird, hat einen entsprechenden Antrag kurz vor dem Gerichtstermin überraschend zurückgezogen, wie das Stuttgarter Landgericht am Donnerstag mitteilte. Der Kläger wollte ursprünglich erreichen, dass der Verkauf gestoppt und die Passagen über seinen Großvater entfernt oder unkenntlich gemacht werden. Im Buch wird die maßgebliche Beteiligung des Großvaters an Zwangssterilisationen und «Kindereuthanasie» in der NS-Zeit dargestellt.“
dpa, 10. Dezember 2009

„Die Recherchen in dem Buch sind akribisch und schockierend, denn sie zeigen, wie viele Täter der damaligen Zeit nie als solche verurteilt wurden. Im Fall von Karl Lempp zitiert der Autor, Arzt und NS-Forscher Karl-Horst Marquart zahlreiche historische Dokumente. Demnach schrieb der NS-Mediziner Gutachten, in denen er Zwangssterilisationen empfahl. Zudem hat Marquart unnatürlich hohe Todesraten während der NS-Zeit im Kinderkrankenhaus aufgedeckt und Dokumente der getarnten NS-Zentrale für 'Kindereuthanasie' zutage gefördert: In denen erkläre sich Karl Lempp bereit, Kinder mit 'erb- und anlagenbedingten schweren Leiden' zu 'behandeln'. Dies seien, so der NS-Forscher, die Termini gewesen, mit denen die NS-Verbrecher organisierte Morde an Kindern in Heimen tarnten.“
Ingo Arzt, taz, 10. Dezember 2009

„Das Buch 'Stuttgarter NS-Täter' beschäftigt die Juristen: Volker Lempp geht gerichtlich den Verleger Hermann G. Abmayr vor. 'Dieser Rechtsstreit', meint Peter Grohmann von den Anstiftern, 'ist bedeutsam für die Art, wie in Stuttgart mit der NS-Geschichte umgegangen wird'.“
Elke Hauptmann, Esslinger Zeitung, 8. Dezember 2009

„Mit großer Sorge verfolgen wir diesen Versuch, die Erforschung der NS-Lokalgeschichte in Stuttgart zu behindern und engagierte Bürgerinnen und Bürger mundtot zu machen.“
Pressemitteilung des Arbeitskreises „Euthanasie“ der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen und der AnStifter zum Antrag auf Einstweilige Verfügung, 7. Dezember 2009

„Für den Autor Karl-Horst Marquart und für den Herausgeber des Stuttgarter NS-Täter-Buches Hermann Abmayr steht es fest: Der städtische Obermedizinalrat Karl Lempp (1881-1960) war während der Nazizeit verantwortlich für die zwangsweise Sterilisierung von Behinderten sowie für die 'Kindereuthanasie'. Die Nachfahren von Karl Lempp sehen sein ärztliches Wirken völlig anders. Ihrer Ansicht nach hat er sich nichts zuschulden kommen lassen, was die Darstellung seines Lebenslaufes und die Einstufung als NS-Täter rechtfertigen könne. Deshalb haben sie beim Landgericht Stuttgart eine einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung beantragt.“
Thomas Borgmann, Stuttgarter Zeitung, 4. Dezember 2009

„Karl Lempp war laut Darstellung des Buches als leitender städtischer Beamter beteiligt an Zwangsterilisierungen und an Kindereuthanasie. Zu dieser Erkenntnis kam auch der Theologe und Sozialpädagoge Ernst Klee in seinem 1983 erschienenen und bis heute populären Buch 'Euthanasie im NS-Staat': Er listet zahlreiche dieser Kinderfachabteilungen in ganz Deutschland auf, auch der Eintrag 'Stuttgart Städtisches Kinderheim, Leiter Dr. Lempp' findet sich.“
Thomas Trueten, Stattzeitung für Südbaden, 3. Dezember 2009

„Der Stuttgarter Schmetterling-Verlag liefert vorerst das von Hermann G. Abmayr herausgegebene Buch über 'Stuttgarter NS-Täter' nicht mehr an den Buchhandel aus. 'Damit folgen wir einer Empfehlung des Börsenvereins des Buchhandels', sagt Jörg Hunger, Geschäftsführer des Verlags, 'dies ist eine Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf die juristische Auseinandersetzung'. “
Frank Rothfuß, Stuttgarter Nachrichten, 2. Dezember 2009

„Gäbe es den Ehrentitel 'Stuttgart-Buch des Jahres' – für 2009 käme nur eines infrage: 'Stuttgarter NS-Täter - vom Mitläufer bis zum Massenmörder'. Hermann Abmayr hat, wie zu erwarten war, bereits das erste juristische Echo erhalten: die Nachfahren eines Kinderarztes, der an der sogenannten Euthanasie beteiligt gewesen sein soll, halten dem Herausgeber vor, ihren Vorfahren völlig zu Unrecht an den Pranger zu stellen. Sie haben beim Landgericht eine einstweilige Verfügung beantragt. Doch Abmayr und der Autor des kritisierten Beitrags bleiben bei ihrem Standpunkt. Der Ausgang ist offen.“
Thomas Borgmann, Stuttgarter Zeitung, 30 November 2009

„Unter Oberbürgermeister Manfred Rommel gab es in den 80er Jahren einmal einen zaghaften Versuch mit einer Ausstellungsreihe zu Stuttgarts Rolle im Dritten Reich, doch dabei blieb es bis heute. Jedes weitere Engagement zu dem Thema erfolgte meist auf Betreiben von Bürgerinitiativen und Einzelpersonen. Wie das Denkmal und die Dokumentation für die aus Stuttgart deportierten Juden im Norden der Stadt, die Stolperstein Aktion, die an ehemalige jüdische Mitbürger erinnert oder das eben erschienene Buch 'Stuttgarter NS-Täter - Vom Mitläufer bis zum Massenmörder'.“
Timo John, CDU-Intern, Mitteilungsmagazin der CDU Stuttgart, November 2009

„Die Tatsachen, über die in diesem Buch berichtet wird, waren bisher zum größten Teil unbekannt. 45 NS-Täter aus Stuttgart werden ausführlich vorgestellt. Mit Ausnahme von Ferdinand Porsche wurden ihre Namen bisher in der Öffentlichkeit nicht genannt. Ulrich Viehöver zeichnet die Wege von Porsches Reichsmark-Millionen nach, die sich während der Nazizeit angehäuft hatten. Der Autor enthüllt, daß der Clan noch kurz vor Kriegsende viel Geld abzweigte und nach Österreich transferierte.“
Karl-Heinz Walloch, Ossietzky , Zeitschrift für Politik, Kultur und Wirtschaft, 23/09

„Als 'Kriegserklärung' und 'Affront' hat Volker Lempp, Rechtsanwalt in Stuttgart, den Beitrag über seinen Großvater Karl Lempp in dem Buch über 'Stuttgarter NS-Täter' gegenüber Herausgeber Hermann G. Abmayr bezeichnet. Mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung wollte der Jurist nicht nur verhindern, dass dieses Kapitel am Sonntagabend im Haus der Wirtschaft vorgetragen werde. Er fordert auch, 'die Verbreitung des Buches einzustellen, bis die Seiten, die Dr. Karl Lempp betreffen, aus dem Buch entfernt oder unkenntlich gemacht worden sind'. Die Lesung fand wie geplant statt.“
Heidemarie A. Hechtel, Stuttgarter Nachrichten, 30. November 2009

„Bewegend sind die beiden Aufsätze von Malte Ludin und Ursula Boger. Der eine schreibt über seinen Vater Hanns Ludin, SA-Obergruppenführer und Gesandter in der Slowakei, der für die Deportation slowakischer Juden verantwortlich war, die andere über ihren Großvater Wilhelm Boger, einem brutalen KZ-Aufseher.“
Manfred Hantke, 28. Oktober, tagblatt.de, Tübingen

„Auch wenn sich das Buch nur auf Stuttgarter Täter zu konzentrieren scheint, ist es dennoch auch für Nicht-Stuttgarter sehr lesenswert: Denn diese ganz 'normalen Menschen' gab es überall in Deutschland. Gestern wie heute.“
Ramona Ambs, buecher.hagalil.com, 20. Oktober 2009

„Im soeben erschienenen Buch 'Stuttgarter NS-Täter, vom Mitläufer zum Massenmörder' zeichnen 30 Autoren und der Herausgeber Hermann G. Abmayr die Geschichten namhafter Nazi-Schergen nach. Auch Alfred Breuninger gehört dazu, der Sohn des Kaufhausgründers von nebenan.“
Badische Zeitung, 14. Oktober 2009

„Das Buch macht die viel zitierte 'Banalität des Bösen' greifbar, indem es die Umstände und Motive beschreibt, die Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten zu Stützen eines verbrecherischen Systems werden ließ.“
Oliver Stenzel, lift Stuttgart, Oktober 2009

„Fassungslos und schockiert, so haben die Zuhörer bei der Lesung aus dem Buch 'Stuttgarter NS-Täter' im Schauspielhaus reagiert.“
Stefan Klinger, Stuttgarter Nachrichten, 5. Oktober 2009

„Der Filmemacher und Journalist Hermann G. Abmayr hat 30 Autoren um sich geschart und ein Buch herausgegeben, das die Täter von damals benennt und beschreibt und erneut die Frage aufwirft, warum sich so viele von den Nazis instrumentalisieren ließen.“
Barbara Czimmer, Stuttgarter Nachrichten, 2. Oktober 2009

„Als Erster überhaupt hat Hermann G. Abmayr den Versuch gewagt, mithilfe von erfahrenen und kenntnisreichen Autoren ein Buch zu machen über diejenigen, die während des „tausendjährigen Reiches" das Grauen der Hitlerdiktatur in Stuttgart verkörpert oder sich zunutze gemacht haben. Dabei beschäftigt alle, die sich heute mit der Nazizeit auf lokaler Ebene befassen, die alte, aber noch immer offene Frage: Wie war das alles möglich?“
Thomas Borgmann, Stuttgarter Zeitung, 2. Oktober 2009

„Das Buch über die Stuttgarter NS-Täter ist überfällig. Das oft – und oft leider auch inhaltsleer – beschworene 'Nie wieder' bleibt wirkungslos, wenn wir die Namen und Charaktere der damaligen Täter nicht kennen. Mich erschreckt, wie nahe sie unserer heutigen Zeit sind.“
Wolfgang Schorlau, Schriftsteller

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Einige Reaktionen auf das Porsche-Kapitel

„Dr. Dieter Landenberger, the director of the Porsche archive, … says that the company will treatthe new findings with due seriousness and will commission a comprehensive external historical study before the end of the year.“
Ofer Aderet, Haaretz, 11. Oktober 2009

„Der sicherlich bekannteste Namen im Buch ist der von Ferdinand Porsche. Der 30 Seiten umfassende Artikel des Wirtschaftsjournalisten Ulrich Viehöver über "Hitlers Lieblingskonstrukteur" gehört zu den faktenreichsten Beiträgen.“
Gabriele Prein, Informationen (des Studienkreises Deutscher Widerstand), Nr. 71, Mai 2010

„Die Medien haben die Sprengkraft des Porsche-Beitrags bisher noch gar nicht erkannt. Viehöver hat Quellen entdeckt, die zeigen, dass der rasche Aufstieg von der Firma Porsche, die 1933 beinahe hätte Konkurs anmelden müssen, ohne die Nazis und ohne deren (häufig geraubtes) Geld nicht möglich gewesen wäre. Es stellt sich die Frage, ob sich Porsche nicht ähnlich über ehemaliges Gewerkschaftsvermögen finanziert hat wie VW.“
Klaus-Peter Löwen, LP21, Nr. 8, Dezember 2009

„Die Porsche AG will Hinweise auf Zwangsarbeit während der Naziherrschaft durch externe Experten prüfen lassen. Dies erklärte der Leiter des Porsche-Archivs, Dieter Landenberger, gegenüber der israelischen Zeitung 'Haaretz'. Den Anstoß zu der Untersuchung habe das Buch über 'Stuttgarter NS-Täter' gegeben, sagte dessen Herausgeber Hermann G. Abmayr. Die erste Auflage des Buches sei bereits vergriffen, sagte Abmayr. Dazu habe auch das große Interesse an Vieh&ouuml;vers Kapital über Porsche beigetragen.“
Ulrich Schreyer, Stuttgarter Zeitung, 12. Oktober 2009

„Die Recherchen des Journalisten Ulrich Viehöver setzen dem Mythos Porsche zu. Für ein neues Buch über Stuttgarter NS-Täter porträtiert er Ferdinand Porsche als "gewissenlosen Profiteur des Nazi-Regimes". Viehöver sichtete teils unbekanntes Archivmaterial und schätzt die Zahl der Porsche-Zwangsarbeiter auf etwa 300.“
Nils Klawitter, Der Spiegel, 25. September 2009

„Das Unternehmen Porsche soll während des Zweiten Weltkrieges deutlich mehr Zwangsarbeiter eingesetzt haben als bislang eingeräumt. Entsprechende Recherche-Ergebnisse will der Wirtschaftsjournalist Ulrich Viehöver in der kommenden Woche in dem Buch "Stuttgarter NS-Täter" veröffentlichen. In dem Kapitel zu Ferdinand Porsche, das der Nachrichtenagentur ddp vorliegt, geht er von mehreren Hundert Zwangsarbeitern einschließlich Kriegsgefangener aus, die entweder bei Porsche selbst oder für Porsche gearbeitet haben.“
Tanja Wolter, Deutscher Depeschen Dienst, 25. September 2009

„Nach einer Vorabveröffentlichung über Zwangsarbeit in der NS-Zeit bei Porsche will das Stuttgarter Unternehmen den neuen Informationen nachgehen. Der Wirtschaftsjournalist Ulrich Viehöver gibt in einem neuen Buch die Zahl der ehemaligen Zwangsarbeiter mit 300 an. 'Wir werden uns das näher anschauen, denn wir haben an der lückenlosen Darstellung unserer Geschichte ein großes Interesse', sagte ein Porsche Sprecher.“
Julia Giertz, Deutsche Presse-Agentur, 25. September 2009

„Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, dass Ferry Porsche, Sohn von Ferdinand Porsche, den 15-Prozent-Anteil eines jüdischen Geldgebers aus Pforzheim übernommen hatte. Bei diesem Pforzheimer handelt es sich um den Rennfahrer Adolf Rosenberger. Die nationalsozialistische Machtübernahme hatte für Rosenberger gravierende Folgen. Als Jude wurde er am 5. September 1935 wegen Rassenschande verhaftet und am 23. September aus dem Pforzheimer Untersuchungsgefängnis an der Rohrstraße direkt ins Konzentrationslager Kislau eingewiesen. Vier Tage später wurde er entlassen. 1936 emigriert er in die USA.“
Pforzheimer Zeitung, 26. September 2009

„Ulrich Viehöver glaubt, dass Porsche in Zuffenhausen damals nicht nur ein Konstruktionsbüro mit angeschlossener Werkstatt war, sondern ein mittelständisches Unternehmen. Nach seinen Recherchen waren dort im Sommer 1944 ohne Zwangsarbeiter 656 Menschen beschäftigt.“
Dietmar Dippert, Stuttgarter Nachrichten, 26. September 2009

„Viehöver stellt fest, dass es in Zuffenhausen so genannte Behausungen für Zwangsarbeiter der Firma Porsche gegeben habe. Zum Beispiel eine Baracke in der Schwieberdinger Straße 130 (jetzt Porschegelände). Ulrich Viehöver hat seine Enthüllungen in dem Buch "Stuttgarter NS-Täter" veröffentlicht.“
Jürgen W. Meyer, Bild Stuttgart, 26. September 2009

„Nach einer Vorabveröffentlichung über Zwangsarbeit in der NS-Zeit bei Porsche will das Unternehmen den neuen Informationen nachgehen. Der Wirtschaftsjournalist Ulrich Viehöver gibt in einem Beitrag für das Buch „Stuttgarter NS-Täter", der in gekürzter Form auch in der Samstagausgabe der Stuttgarter Zeitung erschienen ist, die Zahl der ehemaligen Zwangsarbeiter mit 300 an.“
Stuttgarter Zeitung, 29. September 2009

„Ulrich Viehöver geht recht hart mit Ferdinand Porsche ins Gericht.“
Bernd Zeyer, Nordstuttgarter Rundschau, 27. Oktober 2009

„Das Buch hat mit seinem Kapitel über Porsche bereits für Bewegung gesorgt.“
Ulrich Eberhard, Metallzeitung, November 2009

„Was Ulrich Viehöver anzubieten hatte, der auch eine kritische Biographie über den Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking veröffentlicht hat, blieb doch eine etwas dünn aufgebrühte Suppe.“
Martin Bernklau, „Blick vom Fernsehturm“, 16. November 2009

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